Abwaschen

Den Abwasch machen, Aufwaschen oder Spülen – so wird das Abwaschen auch bezeichnet, bei dem es sich um das Reinigen von Ess- und Kochgeschirr handelt sowie von Besteck, Töpfen, Pfannen und Ähnlichem.

Wird von dem Abwaschen gesprochen, dann wird damit das Säubern des Spülgutes mithilfe von einem Spülschwamm, eines Spülmittels und zumeist heißem Wasser im Spülbecken gesprochen. Oftmals wird das Spülgut auch unter fließendem Wasser abgewaschen. Der Begriff Abwaschen kann auch das anschließende Abtrocknen des gereinigten Spülgutes mit einem Geschirrtuch umfassen. Werden Speise- und Getränkereste nicht frühzeitig abgespült, dann können diese antrocknen und lassen sich dann nur noch schwer entfernen.

Doch seitdem sich die Geschirrspülmaschine in den 1960er Jahren etabliert hat, wird der Abwasch in den Industrieländern nur noch selten von Hand erledigt. Das Spülen galt vor dem Siegeszug der Spülmaschine als ein Paradebeispiel für eine unqualifizierte, niedere Tätigkeit. Ein geflügeltes Wort ist dafür „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ – wenn es darum geht, eine Bilderbuchkarriere, die bei null gestartet ist, zu beschreiben.

Ein Leben ohne Spülmaschine

Eine Geschirrspülmaschine galt früher als der reinste Luxus. Doch heute sind sie in den meisten Haushalten der perfekte Helfer, die uns viel Zeit und das mühselige Abwaschen per Hand ersparen. Aber das Spülen per Hand ist schonend für Gläser und Geschirr, und wenn nur wenig abzuwaschen ist, geht es auch sehr schnell.

Aber eines ist sicher, wer einmal eine Spülmaschine besessen hat, der möchte diesen Komfort nie wieder missen. Denn anstatt sich um den täglichen Abwasch zu kümmern, muss die Maschine einfach nur mit dem dreckigen Geschirr bestückt werden. Zudem muss man sich keine Gedanken darüber machen, ob richtig abgewaschen wird. Denn schließlich wurde die Spülmaschine genau für diesen Zweck erfunden bzw. konstruiert. Aber wehe das gute Stück, geht kaputt, dann ist ein Ersatz zumeist mit hohen Kosten verbunden. So kann es dann durchaus vorkommen, dass man eine lange Zeit ohne Spülmaschine auskommen muss. Aber in vielen Haushalten gibt es von vornherein keine Spülmaschine – und hier ist es wichtig, zu wissen, wie man richtig abwäscht – auch ohne technische Hilfe.

Das richtige „Werkzeug“ zum Abspülen

Ein jeder Heimwerker weiß, dass das Ergebnis einer Arbeit nur so gut werden kann, wie das Werkzeug, mit dem er arbeitet. Genau diese Weisheit kann auch auf die Hausarbeit angewendet werden. Um den Abwasch zu erledigen, bedarf es einer Bürste oder eines Schwamms, einen Lappen und Spülmittel. Während Besteck, Tassen und Teller mit der Bürste gesäubert werden können, muss dem hartnäckigen Schmutz mit einem Scheuerschwamm zu Leibe gerückt werden. Aber auch Verkrustungen, die häufig in Pfannen und Töpfen auftreten, können nur auf diese Weise beseitigt werden.

Kann Verkrustungen vorgebeugt werden?

Der beste Dreck ist der, der gar nicht erst entsteht und somit entfernt werden muss. So sollten vor allem die Teller, die noch mit Soßenresten und anderen Spuren der Mahlzeit versehen sind, mit klarem Wasser abgespült werden, bevor sie später dann ordentlich abgespült werden. Denn so können Verkrustungen vermieden werden und man hat es beim Spülen leichter.

Abwaschen von Hand: Die Schritt für Schritt Anleitung

  1. Vorspülen

Das Vorspülen ist für die Dinge empfehlenswert, die besonders dreckig sind. Zudem verschmutzt dadurch auch das Spülwasser nicht so schnell, sodass das dieses nicht so häufig gewechselt werden muss.

  1. Sortieren

Leichter geht das abwaschen von der Hand, wenn das Geschirr vorab nach seinem Verschmutzungsgrad sortiert wird.

  1. Heißes Wasser nutzen.

Zum Spülen sollte man möglichst heißes Wasser (rund 45 Grad) nutzen. Denn je heißer das Spülwasser ist, desto besser ist seine fettlösende Wirkung. Aber dennoch sollte das Spülwasser nur so heiß sein, dass es möglich ist, angenehm hineinzufassen. Daher ist die richtige Temperatur auch von dem eigenen Hitzeempfinden abhängig.

  1. Das Geschirr abwaschen – von leicht bis stark verschmutzt

Wie die Reihenfolge aussieht, das ist abhängig von dem Verschmutzungsgrad und dem Material des Geschirrs. So wird in der Regel mit den Gläsern gestartet, denn das Material ist zum einen sehr empfindlich und zudem sind die Gläser auch nicht stark verschmutzt. Werden Gläser nach fettigem Geschirr abgespült, dann können sich Fettschlieren auf dem Glas ablagern. Im Anschluss geht es dann weiter mit Teller und Tassen aus Porzellan, Kunststoff- und Holzteile, Besteck. Zum Schluss folgenden dann Pfannen, Töpfe und Auflaufformen je nach dem Grad der Verschmutzung. Doch Achtung, Plastikschüsseln sollten nicht zu heiß gespült werden, denn ansonsten können sich diese verziehen.

  1. Das Wasser wechseln

Wenn das Wasser zu stark verschmutzt ist, sollte dieses gewechselt werden. Ein Zeichen dafür ist auch, dass die Reinigungskraft des Wassers nachlässt.

  1. Nachspülen

Jedes Teil sollte nach dem Abwaschen noch einmal mit klarem, kaltem Wasser nachgespült werden. So können die Essens- und Spülmittelreste entfernt werden. Ideal ist es, wenn man zwei Spülbecken besitzt, denn dann kann das Zweite zum Nachspülen genutzt werden, sodass das kalte Wasser das heiße nicht abkühlt.

  1. Das Geschirr abtrocknen

Das Geschirr lässt man dann auf einem Ständer abtropfen und kann es bei Bedarf auch mit einem Geschirrtuch noch abtrocknen.

Allgemeine Hygiene-Tipps rund ums Abwaschen

Das Geschirr soll durch das Abwaschen nicht nur optisch, sondern auch hygienisch sauber werden. Daher sollten die folgenden Tipps beachtet werden:

  • Regelmäßiges Wechseln von Bürsten, Schwämmen, Lappen und Geschirrtüchern

Alle zwei bis drei Wochen sollten die Schwämme und Bürsten, die für den Abwasch genutzt werden, erneuert werden. Diese mögen zwar noch sehr sauber aussehen, aber dennoch sind sie ein richtiger Bakterien- und Keimherd nach längerem Gebrauch aufgrund des feuchtwarmen Milieus. Zudem sollten diese auch stets nach dem Abwasch gut ausgespült werden und zum danach trocknen.

  • Die Schaumbildung

Wenn die Schaumbildung des Wassers nachlässt, dann kann daran erkannt werden, dass die Reinigungskraft gering ist. Hier sollte dann das Spülwasser erneuert und/oder Spülmittel hinzugegeben werden.

  • Nicht zu viel Spülmittel verwenden.

Doch keinesfalls sollte zu viel Spülmittel genutzt werden, denn dieses sorgt zum einen für eine erhöhte Schaumbildung, doch dieser reinigt das Geschirr nicht. Des Weiteren trocknet das Geschirr auch schlechter.

  • Am besten an der Luft trocknen lassen.

Das Geschirr sollte man am besten an der Luft trocknen lassen. Das ist hygienischer als das Abtrocknen mit einem Geschirrtuch. Denn in den Tüchern können sich ebenso wie in den Spüllappen und –schwämmen Keime bilden, die mit dem Abtrocknen wieder auf das saubere Geschirr übertragen werden.